Welche Wartung benötigt ein Elektro-Rasenmäher?

Wirft man einen kleinen Blick auf den großen Bruder des Elektro-Rasenmähers, dem Benzin-Rasenmäher, fallen einem so einige Sachen ein, die gewartet oder gereinigt werden müssen. So ist unter Umständen ein Ölwechsel fällig oder das Öl muss aufgefüllt werden. Auch muss eventuell der Luftfilter gereinigt oder gewechselt werden. Stottert der Motor, sollte einmal die Zündkerze geprüft werden – oder muss gleich der ganze Vergaser gereinigt werden? Insbesondere vor der Winterpause sollten auch an Ihrem Elektro-Rasenmäher einige Wartungsarbeiten durchgeführt werden, damit dieser zum Frühjahr wie gewohnt seinen Dienst vollbringt. Welche das sein können, erfahren Sie hier im Ratgeber. Werfen Sie auch stets einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Gerätes.

Wartung eines Elektrorasenmähers

Grundsätzlich ist ein Elektrorasenmäher von der Pflege her etwas weniger anspruchsvoll als ein Benzinbetriebener. Davon abgesehen, schadet ein mindestens jährlicher Grund-Check sicher nicht! Es fallen z. B. pflegeintensive Teile wie Öl- oder Zündkerzenwechsel oder die Reinigung des Luftfilters weg. Auf jeden Fall ist vor den Wartungsarbeiten die Stromversorgung zu trennen bzw. der Akku, als teuerstes Teil, zur Sicherheit auszubauen. Geeignete Handschuhe oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen verstehen sich von selbst. Und nach einer Grobreinigung des Gehäuses geht es an die Details.

Das A und O eines gut funktionierenden Rasenmähers sind seine Messer. Je besser diese gepflegt werden, desto mehr Freude liefert ein einwandfreies und sauberes Schnittbild. Deswegen sollten sie regelmäßig nachgeschliffen werden. Beim Schärfen, gerade nach einer unliebsamen Begegnung mit Steinen, die unangenehme Folgen haben können, sollte aber mit Bedacht vorgegangen werden. Hier kommt es wesentlich auf den richtigen Schliff an. Nicht, dass durch Kerben oder eine versehentlich „hineingeschärfte“ Unwucht das Ergebnis hinterher schlechter ist als vorher oder die Schneiden gar dauerhaft beschädigt werden. Die Kosten, hinterher dieses Malheur zu bereinigen, kann man sich im Vorfeld sparen. Darüber hinaus gibt es zum Glück genügend Fachbetriebe und Scheren- oder Messerschleifer, die das gerne und professionell übernehmen.
Abgesehen von einer regelmäßigen Reinigung und Kontrolle, sind hier noch ein paar weitere Tipps, was zu prüfen ist oder auch sogar vermieden werden muss.

Diesen Teilen besondere Aufmerksamkeit schenken:

Da Grasreste, v. a. feuchte, die Korrosion beschleunigen und durch Gärung auch Säuren bilden, ist es fast schon selbstverständlich, dass der Rasenmäher nach jedem Gebrauch gereinigt wird. Achten Sie aber darauf, dass Reinigungsöle nicht mit dem Motor oder der Antriebseinheit in Kontakt kommen. Harte und spitze Gegenstände sind hier fraglos nicht zu verwenden.

Nicht vom Gras entfernte Messer können mit der Zeit stumpf werden. Dadurch verliert der Rasenmäher freilich seinen Sinn und Zweck. An dieser Stelle sind insbesondere ein evtl. vorhandener Fangkorb und das Mähdeck zu nennen. Benutzen Sie aber dazu bitte nicht den Gartenschlauch, da der Elektromotor und die Anschlüsse empfindlich auf Wasser reagieren. Besser geeignet sind zu diesem Zweck ein feuchter Lappen und/oder eine Bürste.

Auch bei der Radaufhängung schadet ein sorgfältiger Blick nicht. Wenn die Räder nicht rund laufen oder arg verdreckt sind, hat man nicht nur keine Freude am Rasenmähen, sondern überstrapaziert damit ein sehr wichtiges Bauteil und der Rasenmäher ist auf den Schlag plötzlich in seiner Arbeit um 100 % eingeschränkt! Analog zum Auto sollte man also auch hier den Rädern nicht die kalte Schulter zeigen.
Die Schnitthöhenverstellung ist ebenso ein zu beachtendes Wartungsteil. Was nützt es, wenn sich im Lauf der Zeit die Schnitthöhe ändert und man jedes Mal nachjustieren muss? Lieber regelmäßig ein Auge darauf werfen, richtig und dauerhaft einstellen.

Die Ladezeiten beim akkubetriebenen Rasenmäher sind auch zu überwachen. Heutzutage ist die Technik zwar so weit, dass ein Überladen nahezu ausgeschlossen oder eine Tiefentladung zumindest nicht bedrohlich ist, aber ein Blick in die Bedienungsanleitung kann hier sicher nicht schaden.
Bei kabelgebundenen Elektrorasenmäher ist es natürlich essenziell, dass sich das Stromkabel und die Stecker in einem einwandfreien Zustand befinden. Risse oder Sprünge können in dieser Situation sogar lebensgefährliche Auswirkungen haben. Offensichtlich defekte Kabel und Stecker sind selbstredend auszutauschen. Auch da gilt: Wenn Sie sich nicht an diese „Stromdinge“ herantrauen, dann holen Sie lieber einen Profi. Selbst eine komplette Inspektion ist nicht teuer.
Darüber hinaus sollten Sie dem elektrischen Gartengehilfen ab und zu eine kleine Wellnesskur mit speziellen Reinigungs- und Pflegemittel gönnen. Das Schmieren und Imprägnieren relevanter Teile wird Ihnen der Rasenmäher sicher danken.

Vorbereitungen für den Herbst/Winter

Nicht außer Acht zu lassen sind in den kälteren Tagen die Vorbereitungen für die Überwinterung. Gerade in der bevorstehenden Winterpause ist die richtige Lagerung des Rasenmähers wichtig. Da elektrische Bauteile grundsätzlich sensibel auf Kälte, Wasser und Feuchtigkeit reagieren, gilt es auch hier, einiges zu befolgen. Da ein Elektrorasenmäher wegen des Frosts durchaus defekt werden kann, sollte speziell ein Batteriebetriebener, aber auch ein Kabelgebundener, immer trocken und staubfrei in dieser Zeit eingelagert werden.
Da die Batterie der teuerste Bestandteil des Akkurasenmähers ist, ist diese besonders pfleglich zu behandeln, da sie vor allem für kalte Temperaturen anfällig ist. Für den Akku ist es vorteilhaft, wenn er bei der Überwinterung komplett leer ist und keinesfalls im Gerät belassen wird. Aus diesem Grunde ist auf eine frostfreie Lagerung zu achten. Es besteht immerhin die Gefahr, dass der Akku einen Teil seiner Speicherkapazität einbüßt. Am Zuverlässigsten ist es, wenn die Batterie abgeklemmt und zusammen mit dem Rasenmäher an einem sicheren Ort über die kalten Monate gelagert wird, wie etwa in einem Schuppen oder der Garage und keineswegs im Freien. Die Einlagerung sollte trocken und staubfrei sein und vor Nässe geschützt sein.

Vor dem Start in die neue Saison

Vor dem ersten Einsatz im Angesicht des sprießenden Grases sollte der Akku einmal komplett aufgeladen werden. Im Frühjahr ist ferner ein Komplettcheck zu empfehlen. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, prüfen Sie, neben den oben bereits angesprochenen Punkten, auch evtl. vorhandene Schrauben, Nieten und dergleichen auf einen festen Sitz. Ebenso sind Plastikverbauungen zu untersuchen, ob nicht Teile davon abgesplittert sind und zu Verletzungen führen können.
Ist alles in einem einwandfreien Zustand, dann kann die neue Rasenmäher-Saison in Angriff genommen werden!